Von Tokyo zum Attersee – und zu Licht ins Dunkel

Mit jeder Menge Erinnerungen, Bildern, Eindrücken und Gefühlen im Gepäck bin ich von den Paralympics 2020 zurückgekommen. Es war ein Wahnsinnserlebnis mit tollen Höhepunkten für mich. Nachdem ich – wir mir viele prophezeit haben – danach kurz in ein „Loch“ gefallen bin, halten mich die nächsten Rennen und Events schon wieder auf Trab …

Ein toller Empfang wurde uns Paralympics Sportlerinnen und Sportlern am 6. September 2021 am Flughafen in Wien bereitet. Das ÖPC, Sportminister und Vizekanzler Werner Kogler sowie Verteidigungsministerin Klaudia Tanner gratulierten uns und wir konnten unser gesamtes Tokyo-Erlebnis nochmal reflektieren. Ebenso am Tag darauf, als der Empfang des Landes Oberösterreich stattfand. Im Landesmuseum Linz traf ich Landeshauptmann Thomas Stelzer und Landesrat Markus Achleitner. Ein ganz besonderes Erlebnis war der Empfang in der Hofburg, Wien durch den Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen.

Nächstes Rennen: King of the Lake Attersee

Begrüßt wie eine „Queen“ – mehr oder weniger – folgte nach den ersten Trainingseinheiten, die mir zugegebenermaßen anfangs nicht sooo leicht fielen, dann schon das erste Rennen. Nämlich der „King of the Lake“ am Attersee am 18. September. Im 4er-Team war ich beim Mannschaftszeitfahren mit einer neuen Formation am Start. Sophie Schober, Hilke Badegruber und Tanja Cais (statt Babsi Mayer) traten gemeinsam mit mir in die Pedale – und über die tolle Teamarbeit konnten wir uns auf jeden Fall schon mal recht königlich freuen! Mit einer Zeit von 1:16:48 auf die 47 Kilometer lange Strecke und einer Geschwindigkeit von 36,9 km/h schafften wir es auf den 4. Platz. Da ich mit Sophie davor noch nie gemeinsam gefahren bin, kann sich das wirklich sehen lassen. Und wir waren nur einen Ticken langsamer als 2020, als mein Team mit 1:16:34 und 37 km/h den 6. Platz erreichte. Babsi legte den Fokus heuer übrigens aufs Einzelrennen und erreichte mit Bestzeit Platz 2 – die Boa Ladies gratulieren ihr ganz herzlich! Wir freuen uns für dich!

Mit dabei beim Tag des Sports

Die rot-weiß-rote Sportwelt war eine Woche später dann im Prater in Wien versammelt und natürlich habe ich mir das mit dem Österreichischen Paralympischen Committee auch nicht entgehen lassen: Am Tag des Sports, genauer gesagt sogar zum 20-Jahr-Jubiläum dieses „Feiertags“ ging es richtig rund und allerorts war Sportbegeisterung zu spüren.

Und als nächstes folgte nun wieder die „24 Stunden Rad Challenge“ für „Licht in Dunkel“, bei der ich das Team Oberösterreich anführen durfte. Ein tolles Team mit Ernst Hausleitner, Cesar Sampson, Julian Schöberl, Lukas Kaufmann und Florian Kierner. Diesmal gab es in jedem Bundesland ein Team, die alle für den guten Zweck fest in die Pedale getreten haben. Die Licht in Dunkel Gala beim ORF am Küniglberg in Wien dann wieder der tolle Abschluss mit der Schecküberreichung für Licht ins Dunkel, wie man u.a. bei den Einschaltungen in „Guten Morgen Österreich“ sehen konnte. Es war wieder ein geniales Erlebnis und es freut mich nun schon zum zweiten Mal für Licht ins Dunkel radeln zu dürfen.